Aktuelles

10/05/2013

Erfahrungen lassen Hirnzellen sprießen


In einer Umgebung mit vielen Reizen machen Mäuse unterschiedliche Erfahrungen. Bei der einen Maus (RECHTES Foto) führt diese zu vielen neuen Nervenzellen (schwarze Punkte), bei einer anderen Maus (linkes Foto) hingegen zu deutlich weniger neuen Nervenzellen. ©CRTD/DZNE/Freund

Studie beleuchtet die Frage, wie Individualität entsteht

Dresden/Berlin, 10. Mai 2013 – Wie werden Lebewesen zu Individuen, die sich durch ihre ganz persönliche Hirnstruktur und ihr Verhalten von anderen unterscheiden? Forschern in Dresden, Berlin, Münster und Saarbücken ist jetzt ein entscheidender Schritt zur Klärung dieser Frage gelungen: Sie konnten bei Mäusen nachweisen, dass Erfahrungen die Neubildung von Hirnzellen beeinflussen und somit zu messbaren Veränderungen im Gehirn führen können. Die Ergebnisse der Studie erscheinen am 10. Mai in der Fachzeitschrift Science. Das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), der Dresdner Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie das Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung waren bei der Untersuchung federführend. Pressemitteilung


08/05/2013

Dresdner Forscher erhält Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Der Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) wurde in diesem Jahr dem Dresdner Forscher Dr. Stephan Speier zuerkannt. Stephan Speier ist Forschungsgruppenleiter des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), des Paul Langerhans Instituts Dresden (PLID) und Mitglied des Kompetenznetzes Diabetes mellitus. Die Auszeichnung zur Anerkennung und Förderung jüngerer Wissenschaftler und deren Arbeiten auf dem Gebiet der Ursache und Behandlung des Typ-1-Diabetes ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Pressemitteilung


30/04/2013

Dresdner Netzhautforschung in Tübingen


Dresdner Netzhautforschung in Tübingen ©CRTD/Eberle

Über die aktuellen Forschungsergebnisse zur Entwicklung einer regenerativen Zelltherapie für Retinitis pigmentosa informierte die Arbeitsgruppe von Dr. Marius Ader am 27. April 2013 mehr als 350 Besucher beim Informationstag des „Zentrums für seltene Erkrankungen“ (ZSE) in Tübingen. Die Wissenschaftler vom CRTD hatten nicht nur verschiedene Spezialbrillen nach Baden-Württemberg mitgebracht, sondern auch das begehbare Augenmodell, um den schleichenden Prozess der Sehbehinderung bis hin zur Blindheit zu demonstrieren. An der erblichen Netzhautdegeneration, bei der die Lichtsinneszellen im Auge zerstört werden, sind in Deutschland etwa 30.000 bis 40.000 Menschen erkrankt.
Die Dresdner Forschergruppe ist einer Einladung des Tübinger Forschers Prof. Eberhard Zrenner gefolgt, der derzeit an Blinden die erste voll funktionsfähige elektronische Netzhautprothese testet, um ihnen Teile ihrer Sehkraft zurückzugeben. Am CRTD züchtet Dr. Marius Ader Stammzellen und Vorläuferzellen von Lichtsinneszellen im Reagenzglas, um diese in geschädigte Netzhäute einzupflanzen. Er untersucht mit seinem Team unter anderem, ob diese dann die Funktionen der verloren gegangenen Lichtsinneszellen ersetzen können.


03/05/2013

Großhirnrinde auf Knopfdruck falten - Mechanismus der Hirnfaltung wie beim Menschen entschlüsselt

Einem deutsch-spanischen Forscherteam ist es erstmals gelungen, in einem Säugetiergehirn nicht nur die Anzahl der Nervenzellen zu erhöhen, sondern einen sehr gering ausgeprägten Cortex (Großhirnrinde) zur Ausprägung von Falten zu bringen. Die Wissenschaftler um Dr. Federico Calegari vom DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster der TU Dresden (CRTD) und Dr. Víctor Borrell vom Instituto de Neurociencias de Alicante und der Universidad Miguel Hernández haben einen Mechanismus entdeckt, der den Prozess der Faltung in Gang setzt und auch wieder stoppt. Die Falten und Furchen vergrößern die Gehirnoberfläche, damit automatisch die Anzahl der dort sitzenden Nervenzellen. Die Ergebnisse sind jetzt im Fachjournal „The EMBO Journal“ veröffentlicht worden (DOI: 10.1038/emboj.2013.96). Pressemitteilung


27/03/2013

Vortragsreihe im Sommersemester der Dresdner Seniorenakademie


Im Sommersemester 2013 bietet das CRTD gemeinsam mit dem Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und dem B CUBE – Zentrum für Molekulares Bioengineering fünf Vorträge zur Dresdner Seniorenakademie an. Die Vorträge finden im CRTD, Fetscherstraße 105, 01037 Dresden - jeweils mittwochs in der Zeit von 10.00 bis 11.30 Uhr - statt. Teilnehmen können Senioren, die sich über die Seniorenakademie angemeldet haben.

Der Vortrag am 15. Mai 2013 (10 - 11:30 Uhr) von Dr. Alexander Garthe „Neue Zellen im Gehirn - Warum erfolgreiches Altern kein Märchen, aber auch kein Versprechen ist“ findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 „Die demographische Chance“ statt und ist für alle geöffnet. Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.



Vorträge im Sommersemsester 2013:

03.04. 2013    Christiane Jungnickel (B CUBE)
                       "FRET- das Nanolineal"

24.04. 2013    Dr. Michael Alvers (Transinsight GmbH)
                       "
Wie man mit Schwerkraft Öl und Gas finden kann"        


15.05. 2013    Dr. Alexander Garthe (CRTD)

                       "Neue Zellen im Gehirn -
                        Warum erfolgreiches Altern kein Märchen, aber auch kein Versprechen ist"

 

05.06. 2013    Dr. Ines Wagner (CRTD)
                       "Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen – Identifikation von Eiweißen"

26.06. 2013    Dr. Ruth Hans und Dr. Hella Hartmann (CRTD / BIOTEC)
                       "Da geht uns ein Licht auf!"


13/03/2013

17. Jahressymposium der IGLD vom 14.-16. März 2013 in Dresden


CRTD Foyer während des IGLD Symposiums ©CRTD

Mehr als 500 Ärzte und medizinisches Personal der Stammzelltherapie werden sich vom 14. bis 16. März 2013 zum 17. Jahressymposium der Interdisziplinären Gruppe für Labor und Durchflusszytometrie (IGLD) in Dresden über neue Verfahren, Anwendungen, Gesetze und Normen austauschen. Dieses Mal sind dazu explizit Grundlagenforscher der regenerativen Medizin, Transplantationsdiagnostik und Stammzellforschung eingeladen. Neben Vorträgen führen die über 60 Referenten vor allem auch praktische, klinische Anwendungen wie zum Beispiel Stammzellpräparate bei Leukämien vor. Nach dem zweitägigen Jahressymposium werden am dritten Tag Workshops angeboten. Mitveranstalter ist das CRTD, in dessen Gebäude die diesjährige Tagung stattfindet.

Pressemitteilung


07/03/2013

Gesucht: Bio-Wissenschaftlerinnen von Morgen - Girls‘ Day 2013 am 25. April


Am 25. April 2013 von 14 bis 15:30 Uhr öffnet das CRTD und das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden wieder seine Türen für wissenschaftsinteressierte Mädchen ab der 5. Klasse. Die Arbeit in den Lebenswissenschaften, wie zum Beispiel Biologie, ist sehr vielfältig. Man kann als Wissenschaftlerin oder als Laborantin im Labor forschen. Verschiedene Bereiche, wie die Mikroskopie oder die Zellsortierung unterstützen die Wissenschaft und bieten ebenfalls Raum für Karriere und als Studentin ist man gleich von Beginn an in die Laborarbeit im Zentrum integriert. In einer Tour durch das Institut könnt Ihr die Labore kennenlernen und den Wissenschaftlerinnen viele Fragen stellen. Interesse? Dann meldet Euch gleich auf der Webseite des Girls‘ Day hier an! Wir freuen uns auf Euren Besuch.


27/02/2013

Erste Absolventin des CRTD/ BIOTEC Masterstudiengangs „Regenerative Biology and Medicine”


Prof. Michael Schroeder, Sumeyye Tuncel und Prof. Ezio Bonifacio (v.l.n.r.) bei der Graduierung ©CRTD

Sumeyye Tuncel ist die erste Absolventin des CRTD/ BIOTEC Masterstudiengangs „Regenerative Biology and Medicine”. Der Studiengang startete zum Wintersemester 2010.  Sie verteidigte am 26. Februar 2013 erfolgreich ihre Masterarbeit mit dem Titel “Investigating role of enteroviral infection in type 1 diabetes”. In ihrer Masterarbeit, die sie in der Gruppe von Ezio Bonifacio schrieb, untersucht sie die Rolle von Viren, die schon lange als ein Umweltfaktor angesehen werden, der Typ-1-Diabetes verursacht. Vor kurzem erhielt sie außerdem ein Stipendium der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.V.


05/02/2013

Diskussion "Karriere von Frauen in der Wissenschaft" mit Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard


Diskussionsforum mit Peggy Jungke, Prof.Dr. Nüsslein-Volhard, Dr. Norden, Prof. Dr. Knust und Prof. Dr. Brand (Direktor CRTD) (v.l.n.r.) ©CRTD

Ein Diskussionsforum am 4. Februar im CRTD bot einen lebhaften Austausch zum Thema “Karriere von Frauen in der Wissenschaft”. Die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard, diskutierte zusammen mit Prof. Dr. Elisabeth Knust (Vizepräsidentin der DFG, Direktorin des Max- Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik, MPI-CBG), Dr. Caren Norden (Gruppenleiterin, MPI-CBG) und Peggy Jungke (Doktorandin, CRTD) Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft, insbesondere dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Etwa 120 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nahmen an dem Forum teil und konnten ihre Fragen stellen. 
Prof. Nüsslein-Volhard kann auf eine lange Folge von bahnbrechenden Entdeckungen in der Wissenschaft zurückblicken mit Modelorganismen wie Drosophila und Zebrafisch. Für ihre Forschungen über die genetische Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung wurde ihr 1995 der Nobelpreis in Medizin verliehen sowie zahlreiche andere Preise. Sie ist eine Pionierin und ein Vorbild als führende Wissenschaftlerin.


25/01/2013

Netzhautforscher am CRTD erhält den EYEnovative Förderpreis


Prof. Dr. Nicole Eter, Jurymitglied und Direktorin der Augenklinik Münster, überreicht Dr. Mike O. Karl (CRTD) den 2. EYEnovative Förderpreis am 19. Dezember 2012 in Nürnberg. ©Novartis

Den „EYEnovative Förderpreis“ der Novartis Pharma GmbH hat in diesem Jahr Dr. Mike O. Karl, Forschungsgruppenleiter am CRTD und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), erhalten. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert und wurde dem Neurowissenschaftler für ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit Prof. Edmund Koch, Arbeitsbereich Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus verliehen. Mit dem „EYEnovative Förderpreis“ werden innovative Projekte zum besseren Verständnis von Erkrankungen der Netzhaut ausgezeichnet, die das Potential haben, den Grundstein für neue Therapien zu legen. Dr. Karl und seinem Team ist es gelungen in der Netzhaut der Maus, welche der menschlichen Netzhaut sehr ähnlich ist, die Regeneration von Nervenzellen zu stimulieren – wenn auch vorerst in einem geringen Maße. Mike O. Karl und Edmund Koch werden nun in dem geförderten Projekt Methoden entwickeln, um das schnelle Wachstum und die Vermehrung von Müller-Gliazellen sowie die Ödembildung in der erkrankten Netzhaut besser zu erforschen.

Pressemitteilung


22/01/2013

Deutschlandstipendium für Masterstudenten


Über ein Deutschlandstipendium im Jahr 2013 können sich drei Masterstudenten der Studiengänge „Molecular Bioengineering“ am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und „Regenerative Biology and Medicine“ am BIOTEC und CRTD freuen. Jeweils ein Student und eine Studentin im 1. Semester, sowie eine Studentin im 3. Semester erhalten monatlich 300 Euro. Die Förderung wird zur Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von privaten Stiftern getragen. Für die Stipendiaten am BIOTEC und CRTD übernehmen Bayer Science and Education Foundation, die Schaufler Foundation und die  GFF/Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden den privaten Förderanteil. Insgesamt wurden an der TU Dresden 333 Stipendien im Rahmen des Deutschlandstipendiums vergeben. Die geförderten Studenten zeichnen sich durch hervorragende Studienleistungen, sowie zivilgesellschaftliches Engagement aus. Bereits im letzten Jahr erhielt eine Masterstudentin am BIOTEC das Deutschlandstipendium.


16/01/2013

„Science goes to School“ ist die Hochschulperle des Monats - Stifterverband zeichnet internationale Doktoranden für Schulprojekt aus


Beim Schuleinsatz: Eine Doktorandin erklärt Dresdner Gymnasiastinnen die Regenerationsfähigkeit von Axolotln. ©CRTD

Das Projekt „Science goes to School“ schickt internationale Doktoranden in Dresdner Schulen und wirbt damit für Wissenschaft und Toleranz. Dafür verleiht der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die Hochschulperle des Monats Januar 2013. Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden.  Im Projekt „Science goes to School“ bieten junge Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie und Bioengineering Workshops mit Experimenten in englischer Sprache an. Die Doktoranden des Dresden International PhD Program (DIPP) wollen die Schüler neugierig auf wissenschaftliche Fragen machen und ihre Kompetenz im Umgang mit anderen Kulturen und Nationen stärken.

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Last modified: 22/05/2013