Aktuelles
3. Internationaler Stammzellkongress in Dresden ist Anziehungspunkt für Forscher aus aller Welt

Bereits zum 3. Mal trafen sich etwa 600 internationale Wissenschaftler zum „International Congress on Stem Cells and Tissue Formation” vom 11.-14. Juli 2010 in Dresden. Der Kongress bietet für Forscher weltweit alle zwei Jahre die Gelegenheit, sich über neueste Ergebnisse auf dem Gebiet der Stammzellforschung und der Biomaterialien auszutauschen. ¬In 56 Vorträgen und 250 Postern diskutierten die Kongressteilnehmer über ihre Arbeit im Bereich der Grundlagenforschung und der klinischen Anwendung. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses standen Stammzellen und die Bildung von Geweben verschiedener Organe, wie zum Beispiel des zentralen Nervensystems, der Bauchspeicheldrüse, der Haut, des Herzens und des blutbildenden Systems. Zusätzlich bildeten die Systembiologie, Biomaterialien sowie klinische Entwicklungen im Bereich der regenerativen Medizin und zellbasierten Therapien einen Schwerpunkt. Erstmalig gab es in diesem Jahr auch für die Öffentlichkeit die Möglichkeit, eine Informationsveranstaltung auf dem Kongress zu besuchen. Der internationale Stammzellkongress wird alle zwei Jahre vom CRTD und dem DFG- Sonderforschungsbereich 655 „Cells into Tissues“ (www.sfb655.de) organisiert. Pressemitteilung
Stoppschild für Typ-1-Diabetes – Vorläuferpopulation von rettenden Immunzellen entdeckt
Wenn sich unser Immunsystem gegen körpereigene gesunde Zellen wendet, können Autoimmunerkrankungen, wie Typ-1-Diabetes, entstehen. Immunzellen, die solche zerstörerischen Zellen des Immunsystems hemmen können, sind regulatorische T-Zellen (Treg), die hierfür das Protein (Eiweißmolekül) Foxp3 benötigen. Treg-Zellen können die Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem unterdrücken. Bisher wurde angenommen, dass Treg-Zellen ausschließlich in einem bestimmten lymphatischen Organ, dem Thymus, entstehen. Der Thymus bildet sich jedoch während der Alterung des Organismus stetig zurück, so dass immer weniger neue Treg-Zellen gebildet werden können. Dr. Karsten Kretschmer und sein Team von Wissenschaftlern am CRTD haben nun eine Vorläuferpopulation von Treg-Zellen außerhalb des Thymus entdeckt, welche nach ihrer Reifung die Fähigkeit ausprägen, zerstörerische Zellen des Immunsystems zu hemmen. Die Wissenschaftler präsentieren diese überraschenden Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Medicine. (Schallenberg et al.) Pressemitteilung.
Zebrafisch, Drosophila, Stammzellen und Co zur 8. Langen Nacht der Wissenschaft

Von 18 bis 1 Uhr nachts kamen am 18. Juni über 700 Besucher ins CRTD und das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden zur 8. Dresdner Langen Nacht der Wissenschaft. Dieses Jahr stand die internationale Ausrichtung der Forschung in Dresden im Mittelpunkt der Wissenschaftsnacht. Dem Publikum wurde ein vielfältiges Programm mit 16 verschiedenen Attraktionen geboten. Mikroskope, Mausstammzellen, Zebrafische, Nanomagneten, 3D-Proteine und vieles mehr warteten nur darauf, entdeckt zu werden. Auf der Kindertour konnten die kleinsten Besucher mehr über das Regenerationswunder Axolotl und leuchtende Fruchtfliegen erfahren. Darüber hinaus hatte die Zebrafisch-Station berühmte Gäste dieses Jahr: die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, der Erste Dresdner Bürgermeister Dirk Hilbert und 18 andere Persönlichkeiten des Dresdner öffentlichen Lebens besuchten die Lange Nacht der Wissenschaften auf ein Tour durch Dresden Johannstadt.
4. CRTD Sommerkonferenz für Regenerative Medizin

Etwa 200 Mitglieder aus dem CRTD Netzwerk nahmen an der 4. CRTD Sommerkonferenz am 11. Juni 2010 teil. Die Konferenz eröffnete Prof. Christoph Klein von der Medizinischen Hochschule Hannover mit einem Vortrag. Während des Vormittages stellten sich drei neue Mitglieder aus dem CRTD Netzwerk vor. Triantafyllos Chavakis (ein neues Mitglied im CRTD Netzwerk), Stephan Speier und Mike O. Karl, beides neue Gruppenleiter am CRTD, präsentierten ihre Forschung. Darüber hinaus rundeten vier Vorträge, die aus den eingereichten Poster-Abstracts ausgewählt worden waren, die Konferenz am Vormittag ab. In den beiden darauffolgenden Postersessions wurden über 90 Poster aus den sechs Forschungsgebieten des CRTD präsentiert. Die Poster in jedem Gebiet wurden von einer Jury für Posterpreise begutachtet, die von Olympus gesponsert wurden (Gewinnerliste).
Über 400 Gäste feierten bis spät in den Abend auf der Sommerparty nach der Konferenz. Zahlreiche Attraktionen für Kinder, Musik und natürlich Fußball bot Unterhaltung für jedermann. Bis zum nächsten Jahr!
Forsch. Forscher. Am Forschen. Eine bunte Nacht voll Wissenschaft!

Am 18. Juni 2010 von 18 bis 1 Uhr öffnen zahlreiche Dresdner Forschungseinrichtungen zum bereits 8. Mal ihre Türen zur Langen Nacht der Wissenschaften. Das CRTD und das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden bieten den Besuchern wieder ein buntes Programm: in Vorträgen und an Stationen können Sie alles von Bioinformatik über Zellbiologie bis hin zu Biophysik erkunden! Die Kleinsten schicken wir auf eine besondere Reise nur für Kinder, auf der das ‚Wassermonster‘ Axolotl und leuchtende Fruchtfliegen entdeckt werden können. An einer Mikroskopie Strecke können Kinder Wissenschaft hautnah ausprobieren. Die Cafeteria bietet Snacks und Getränke. Alle Details finden Sie im vollen Programm.
www.wissenschaftsnacht-dresden.de
Rohbau fertig – Richtfest am CRTD Neubau

Das neue Zuhause für etwa 300 Wissenschaftler und Mitarbeiter des CRTD nimmt nun sichtbare Formen an. Die Fertigstellung des Rohbaus wurde heute traditionell mit dem Richtfest gefeiert. Bauleute, Vertretern des Wissenschaftsministeriums, der Technischen Universität Dresden, des Staatsbetriebes SIB und des Nutzers CRTD waren anwesend um das Richtfest gemeinsam zu feiern. Das neue Forschungszentrum wird nach den Ideen des Architekten und Hochschulprofessors Gunter Henn in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum neben dem Bioinnovationszentrum (BIOZ) in Dresden-Johannstadt gebaut. Mit ca. 6.200 Quadratmetern Nutzfläche entsteht ein funktionaler Wissenschaftsbau für die Forscher des CRTD. Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen.
Wissensaustausch zwischen Sachsen und Baden-Württemberg

Eine Delegation von Abgeordneten aus dem Bereich Lehre des Landtages Baden-Württemberg besucht momentan Dresden, um sich über die sächsische Forschungslandschaft und die Gestaltung der Lehre im Bereich Biotechnologie zu informieren. Heute informierte sich die Delegation am CRTD über Forschung und Lehre auf dem Biocampus in der Dresdner Johannstadt. Herr Jörg Geiger aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und Prof. Michael Brand, Direktor des CRTD berichteten den Gästen über die biomedizinische Forschung in Dresden und den Vorteil der engen Vernetzung in Forschung und Lehre. So erläuterte Prof. Brand unter anderen, die Rahmenbedingungen für exzellente Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften in Dresden. Prof. Martin Bornhäuser und Dr. Dunja Knapp stellten als CRTD-Wissenschaftler Beispiele aus der Forschung am CRTD vor. Auf einem kurzen Rundgang durch das Haus konnten sich die Abgeordneten ein Bild von den Laboren vor Ort machen. Morgen werden die Delegationsmitglieder die Gelegenheit haben, mit Kollegen des Sächsischen Landtages ins Gespräch zu kommen.
CRTD Ausstellung in der Neurologie des Dresdner Uniklinikums

Wissenschaft ist wunderschön! Bereits zum fünften Mal ist die CRTD-Ausstellung „Science is beautiful“ für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Bilder von Wissenschaftlern aus dem CRTD Netzwerk können ab 25. Februar 2010 in der Ambulanz der Neurologie (Haus 62) des Universitätsklinikums “Carl Gustav Carus“ von Montag - Freitag 9.00 - 16.00 Uhr besucht werden. Die Ausstellung zeigt Aufnahmen aus dem Bereich der regenerativen Medizin. Bei den meisten Bildern handelt es sich um Mikroskopaufnahmen die in erster Linie Grundlage dafür sind, die Inhalte regenerativer Forschung zu visualisieren und zu verstehen. “Science is beautiful” wurde im März 2008 anlässlich der Preisverleihung für das CRTD zum “Ausgewählten Ort im Land der Ideen” zum ersten Mal im BioInnovationsZentrum ausgestellt. Weitere Ausstellungsorte waren im Oktober und November 2008 das Japanische Palais und das Hörsaalzentrum der TU Dresden, sowie im Sommer 2009 im Vereinshaus des “Verein Aktives Leben e.V.” in der Johannstadt. Wenn Sie die Ausstellung bisher nicht gesehen haben, können Sie gern in der Neurologie vorbei schauen!
Girls‘ Day 2010 am 22. April - Deine Karriere als Wissenschaftlerin

Kann Bioinformatik auch mir Spaß machen? Was macht eine Ernährungswissenschaftlerin in einem Forschungslabor? Welche Aufgaben hat eine Tierpflegerin im Institut? Wenn ihr Euch für diese oder ähnliche Fragen rund um die Biowissenschaften interessiert oder einfach mal nur Wissenschaftsluft schnuppern wollt, seid Ihr am CRTD und am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden am 22. April ab 15 Uhr genau richtig! Hier forschen internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in den verschiedensten Bereichen, wie Zellbiologie, Biophysik, (regenerative) Medizin oder Bioinformatik. Euch erwarten Infos über die Arbeit in beiden Forschungszentren. Ihr habt die Möglichkeit Wissenschaftlerinnen kennenzulernen und Ihnen viele Fragen zu stellen! In einer Tour durch das Institut lernt Ihr die Labore kennen und könnt Euch selbst ein Bild vom Forscheralltag machen. Interessierte Mädchen können sich unter auf der Website des Girls’ Day hier anmelden.
Neuer CRTD Gruppenleiter forscht an der Entwicklung an Regeneration der Netzhaut

Mit Dr. Mike O. Karl gewinnt das CRTD einen exzellenten Forscher im Bereich der Netzhautregeneration. Dr. Karl nahm seine Arbeit am CRTD Anfang des Jahres 2010 auf. Seine Forschungsgruppe wird sich mit der Entwicklung und Regeneration der Netzhaut befassen, sowie mit deren Erkrankungen und möglichen Therapien. Zuvor arbeitete er als promovierter Wissenschaftler an der University of Washington in Seattle und als wissenschaftlicher Assistent an der University of Pennsylvania in Philadelphia. Dr. Karl erhielt seinen humanmedizinischen und wissenschaftlichen Abschluss (Dr. med.) an der Universität Hamburg. Sein Ziel am CRTD ist es, durch Erforschung der Grundlagen regenerativer Mechanismen, neue Strategien zum Schutz und zur Wiederherstellung der Netzhaut zu entwickeln. Aus diesem Grund erforscht Mike O. Karl die Netzhautzellen durch ihr gesamtes Leben, angefangen bei embryonalen Stammzellen über Vorläuferzellen der Netzhaut, hin zu sich entwickelnden und ausgereiften Netzhautzellen. Besonders interessiert ihn die Erneuerung der Nervenzellen in der erwachsenen Netzhaut von Säugetieren.
Regenerative Therapien der Zukunft – Sächsischer Ministerpräsident Stanislaw Tillich besucht CRTD

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute das CRTD als ein sächsisches Biotechnologie-Aushängeschild in der Welt gewürdigt. „Mit diesem Forschungszentrum befindet sich das einzige ostdeutsche Exzellenzcluster in Sachsen. Das CRTD ist mit seinen zukunftsweisenden Forschungsansätzen und – ergebnissen in der Biotechnologie und Biomedizin eines der bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungsprojekte in unserer Hochschullandschaft. Mit Verstand, Leidenschaft und höchstem Engagement arbeiten die rund 200 Mitarbeiter des CRTD an den medizinischen Heilungschancen der Zukunft. Durch regenerative Therapien ‚made in Saxony’ besteht die Hoffnung, Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder Parkinson künftig zu beherrschen“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Auf einem Rundgang durch die Labore des Zentrums konnte der Ministerpräsident die Forschung im CRTD hautnah erleben. Er informierte sich über den neuesten Stand der Forschung und diskutierte mit Wissenschaftlern über die Zukunft des Zentrums.