Forschungsgebiete im CRTD

 

CRTD Gruppenleiter und Mitglieder forschen hauptsächlich in den folgenden fünf Bereichen:

Hämatologie / Immunologie

mit dem Ziel zellbasierte Therapien für die Regeneration des blutbildenden und lymphatischen Systems zu optimieren sowie die Regeneration anderer Gewebe durch hämatopoetische und mesenchymale Stammzellen zu entwickeln.

Am CRTD konzentrieren sich die Forschung und die klinische Anwendung auf humane, hämatopoetische Stammzellen. Im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, einem der größten Knochenmarktransplantationszentren in Europa, werden hämatopoetische Stammzellen bei vorbehandelten Patienten transplantiert, um das blutbildende System nach Krebstherapien zu regenerieren (Prof. Ehninger, Prof. Bornhäuser). Zusätzlich werden mesenchymale Stammzellen (MSCs) aus dem Knochenmark isoliert, zum Einen zur Modulation von allogenen Immunantworten verwendet und zum Anderen auf speziell gefertigten Biomaterialien angesiedelt, um neuartige Transplantate für den Knochen zu optimieren und neu zu entwickeln (Prof. Bornhäuser in Kooperation mit Prof. Werner, Prof. Lauer, Prof. Günther und Prof. Zwipp). Mehrere Gruppen arbeiten an der Identifizierung von MSC Subtypen, an Visualisierung von MSC Signalübertragung (Dr. Anastassiadis, Dr. Bökel) sowie  mit dendritischen Zellen, T-Lymphozyten oder B-Zellen (Prof. Jessberger, Dr. Kretschmer, Dr. Waskow, Dr. Bachmann). Vorklinische Forschung konzentriert sich auf Stammzellnischen, mit dem Ziel die Ansiedlung transplantierter Zellen zu erleichtern,  oder Treg Zellen für die Unterdrückung von Abstoßungsreaktionen zu erforschen (Dr. Waskow, Dr. Kretschmer).

 

Diabetes

mit dem Ziel der Behandlung von Diabetes mittels Transplantation und Regeneration von Langerhansschen Inseln.

Dresden beherbergt eines der führenden Diabeteszentren in Deutschland. Sowohl Operationen an der Bauchspeicheldrüse (Prof. Saeger) als auch die Grundlagenforschung an Insulin produzierenden Beta-Zellen sind etabliert. Einige Forschungsgruppen am CRTD analysieren Signaltransduktionswege, die die Proliferation der Beta-Zellen oder die Insulinsekretion regulieren mit dem Ziel Proteine als pharmakologisches Intervenierungsziel zu identifizieren (Prof. Solimena). Des Weiteren studieren Wissenschaftler unterschiedliche Stoffwechselerkrankungen wie Diabetis mellitus Typ 2 (Prof. Bornstein), und analysieren Autoantikörper, die zu Diabetes mellitus Typ 1 führen (Prof. Bonifacio). Ein Ziel des CRTD ist die Verbesserung von Immuntherapien für die Verhinderung von Diabetes mellitus Typ 1 (Prof. Bonifacio). Weiterhin verbessern CRTD Gruppen Methoden zur Isolierung und Transplantation von Beta-Zellen, um neue Strategien für die Heilung von Diabetes zu entwickeln (Prof. Bonifacio, Prof. Solimena).

 

Neurodegenerative Erkrankungen / Degeneration der Retina

mit dem Ziel der Behandlung von retinaler Degeneration und neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson.

Neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson’sche Krankheit, Amyotrophe Lateralsklerose, Rückenmarksverletzungen und Retinadegeneration führen bei Patienten zu einer starken Verminderung der Lebensqualität. Um neue Therapien für Krankheiten wie die eben genannten zu entwickeln, evaluieren Wissenschaftler am CRTD die Vorteile einer gemeinsamen Transplantation von Stammzellen und Biomaterialien (Prof. Reichmann, Prof. Storch gemeinsam mit Prof. Werner). Im Gegensatz zum Menschen können einige Wirbeltiere wie Zebrafische und Amphibien Nervenzellen relativ leicht regenerieren. Einige Arbeitsgruppen versuchen diesen Unterschied zu verstehen, um neue Konzepte für die Behandlung Neurodegenerativer Erkrankungen zu etablieren (Prof. Tanaka, Prof. Brand, Dr. Echeverri). Darüberhinaus forschen Wissenschaftler am CRTD an Umweltfaktoren und genetischen Faktoren, die die Zellteilung und Differenzierung neuraler Stammzellen regulieren (Prof. Kempermann, Prof. Huttner, Dr. Calegari). Das CRTD konzentriert sich auch auf zellbasierende Therapien bei der Retinadegeneration (Dr. Ader gemeinsam mit Prof. Funk und Prof. Engelmann).

 

Knochen- und Knorpelersatz

mit dem Ziel der Entwicklung von neuen therapeutischen Strategien für den Knochenersatz.

Erkrankungen des Knochengewebes werden in unserer alternden Gesellschaft zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem. Neue Therapien müssen entwickelt werden um Knochendegeneration wie Osteoporose aber auch lokale Knochentraumata zu behandeln. Wissenschaftler am CRTD entwickeln und testen neue Biomaterialien als Knochenersatz (Dr. Pautot, Dr. Gelinsky, Prof. Worch). Diese Biomaterialien werden zusätzlich mit verschiedenen Zellen wie mesenchymalen Stammzellen, Osteoblasten oder Osteoprogenitorzellen besiedelt um eine lebende Knochenmasse zu generieren (Prof. Lauer, Prof. Günther, Prof. Zwipp, Prof. Bornhäuser, Prof. Rösen-Wolff). Diese Biomaterialien werden dann in der klinischen Praxis evaluiert. Weitere Arbeitsgruppen am CRTD konzentrieren sich auf die Erforschung biologischer Prozesse der Knochenbildung, um etwa neue Therapien für Osteoporose zu entwickeln (Prof. Hofbauer, Prof. Hoflack).  Am CRTD verwenden Wissenschaftler Zebrafische als Tiermodell, um nach neuen Faktoren zu suchen, die die Regeneration von Gräten steuern (Dr. Antos, Dr. Weidinger).

 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

mit dem Ziel der Entwicklung von Strategien für die Regeneration des Herz- / Kreislaufsystems.

In der nahen Zukunft werden Herzkreislauferkrankungen mittels neuer Strategien im Bereich Geweberegeneration und Gewebeerhalt behandelt werden. Wissenschaftler und Mediziner des CRTD können diese neuen therapeutischen Verfahren in einem der größten akademischen Herzzentren Deutschlands anwenden (Prof. Strasser). Um die Grundlage für zukünftige regenerative Therapien am Herzen zu schaffen, analysieren CRTD Wissenschaftler neuartige endogene Stammzellen im Herzen (Prof. Ravens), und studieren am Tiermodell Zebrafisch neuartige Faktoren, die die Herzregeneration regulieren (Dr. Antos, Dr. Weidinger). Des Weiteren erforschen einige Gruppen am Herzzentrum neue Strategien des Gewebeerhaltes, indem sie Signaltransduktionswege für Zellwachstum und Zelltod im Myokardium analysieren. Ein weiteres wichtiges Ziel des CRTD ist es die Entwicklung von Blutgefäßen zu verstehen und zu kontrollieren. Einige Gruppen studieren die molekularen Mechanismen der Angiogenese/Vasculogenese, verwenden das erworbene Wissen um in Transplantaten die Blutgefäßbildung zu regulieren, oder erforschen neue Möglichkeiten um Blutgefäße für die Transplantion länger aufbewahren zu können (Prof. Morawietz, Prof. Breier).

 

Innerhalb dieser fünf Themenbereiche wird interdisziplinäre Forschung im Spannungsfeld zwischen Medizin, biologischer Grundlagenforschung, Nanotechnologie und Materialwissenschaften gefördert durch

verschiedene Technologieplattformen, die es allen Gruppen ermöglicht im Bereich Imaging, Zellmanipulation, Biomaterialien, Gewebetechnologien, Bioinformatik, Genetik, und High-throughput-screening mit hochwertige Technologien zu arbeiten.

Last modified: 12/03/2010