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07.09.2020 News

Treffen SieLaura, die DIGS-BB-Fellow 2020!

[Translate to German:] Laura Celotto (Brand Group, CRTD) © Magdalena Gonciarz

Der DIGS-BB Fellow Award 2020 ging an Laura Celotto (Arbeitsgruppe Brand, CRTD TU Dresden) und Julia Vorhauser (Arbeitsgruppe Mansfeld, BIOTEC TU Dresden). Der Preis in Höhe von 2.000 Euro wird an die herausragenden Doktoranden nach Abschluss des ersten Jahres ihrer Doktorarbeit vergeben.
Laura beantwortetet ein paar Fragen, damit wir sie und ihre Forschung besser kennenlernen können.

Woran arbeitest du, Laura?
Ich versuche zu verstehen wie sich die verletzte Netzhaut selbst repariert. Die Netzhaut ist ein schöner Teppich voll mit Neuronen, der den Augenhintergrund bedeckt und das Sehen ermöglicht. Die Zellen der Netzhaut sind bei verschiedenen Sehkrankheiten geschädigt und der Mensch ist noch nicht in der Lage, diese Zellen zu regenerieren. Die geschädigten Zellen sind einfach verloren was zum Verlust des Sehvermögens führt. Zebrafische hingegen können die Zellen der Netzhaut regenerieren. Ich untersuche die Regeneration der Netzhaut beim Zebrafisch und versuche zu verstehen, wie die Müller-Gliazellen die Verletzung wahrnehmen und wie sie glückliche Nervenzellen produzieren können.

Was ist Wissenschaft für dich?
Wissenschaft ist eine Methode und ein Produkt des Menschen. Sie ist eine Methode, die Beste, die wir bisher haben, um die Natur zu erforschen und zu versuchen, grundlegende Fragen zu beantworten. Wer sind wir? Woher kommen wir? Was ist die Natur der Welt, in der wir leben? Für mich ist die Wissenschaft auch ein Produkt des Menschen, denn es sind die Menschen, die Wissenschaft betreiben. Als Menschen haben wir Stärken, aber auch Schwächen und Vorurteile. Die Wissenschaftler sind deshalb für mich fehlerhafte Menschen, die versuchen, unsere Welt so gut wie möglich zu verstehen.

Was war deine wichtigste prägende Erfahrung?
Sehr prägend für mich waren die drei Jahre, in denen ich in Triest gelebt habe, einer wunderschönen Stadt am Meer im Nordosten Italiens. Ich habe dort für meinen Master-Abschluss in Neurowissenschaften studiert. In der Stadt Triest sind die besten Forschungsinstitute Italiens konzentriert und es herrscht eine internationale Atmosphäre, in der ich brillante Menschen kennen gelernt und wunderbare Freundschaften geschlossen habe. Ich bin Triest und den Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, zu Dank verpflichtet. Sie gaben mir die Motivation und die Möglichkeit, in die erstaunliche Stadt Dresden zu ziehen.