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26.11.2011

Toleranz durch Wissenschaft lehren - Sciences goes to School! erhält einen Sächsischen Intergrationspreis

Preisverleihung im Sächsischen Landtag mit den ausgezeichneten PhD-Studenten des Projekts Science goes to School!. ©CRTD

Aus 43 Projekten wurde das Schulprojekt Science goes to School! des Dresden International PhD Program (DIPP) für den Sächsischen Integrationspreis nominiert. Diesen Preis vergaben die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß, und der Sächsische Ausländerbeauftragten, Martin Gillo. Es werden hiermit Projekte in Sachsen ausgezeichnet, die Toleranz und Respekt vor Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen oder Ethnien unterstützen. Zehn PhD-Studenten nahmen am 25. November 2011 den Preis in Höhe von 500 Euro für den 3. Platz während der Preisverleihung im Sächsischen Landtag von Landtagspräsident Matthias Rößler entgegen. 

Mit dem Schulprojekt bieten die internationalen PhD-Studenten Dresdner Schulen einen zweistündigen Workshop mit Experimenten in englischer Sprache an. Danach stellen sich die Studenten der Diskussion über Karrieremodelle und das Leben als Ausländer in Dresden. Das Schulprojekt lehrt jungen Menschen Toleranz durch Wissenschaft und war die Antwort der Doktoranden auf den tragischen Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini, deren Mann 2009 ebenfalls Student des DIPP war.

„Unter den Studenten wurde es offensichtlich, dass wir im wissenschaftlichen Netzwerk mit seiner starken Ausrichtung auf internationale Zusammenarbeiten dazu beitragen könnten und sollten, in der Stadt  ein toleranteres Umfeld zu schaffen. Wir wollten zeigen, dass Offenheit und Neugierde der Schlüssel für den Erfolg in der Wissenschaft und in der Gesellschaft sind. Es sind die Ideen von Menschen, die zählen, und nicht, woher jemand kommt, oder wie er aussieht“, sagt Markus Jahnel, PhD Student aus Deutschland. Die Studenten wollen nicht predigen, sondern unterrichten: „Wir denken, dass Kindern ein positives Rollenmodell von Toleranz und Erfolg vermittelt werden sollte.“

Avinash Chekuru aus Indien beteiligt sich an dem Projekt, weil er das Unterrichten und den Umgang mit Menschen mag: „Außerdem sind motivierte junge Wissenschaftler ein wichtiger Aspekt, den ich während meiner Schulzeit nicht kennengelernt habe“, sagt er. Die portugiesische Forscherin Vanessa Carlos ergänzt: “Dieses Projekt ist für mich eine Möglichkeit, ein Beispiel für Toleranz und Respekt zu geben sowie zu zeigen, welchen Spaß es macht, in einem multikulturellen Umfeld zu arbeiten.“ Alle Experimente werden in englischer Sprache durchgeführt. „Der Versuch, mit jungen Schülern in einer Sprache zu sprechen, ist eine besondere Herausforderung“, erklärt Madina Karimova aus Russland. „Mit Schülern und jungen Menschen über ein normales Thema zu sprechen hilft, das Eis zwischen uns und den Menschen in Dresden zu brechen, auch um ihnen zu zeigen, was wir machen und warum wir hier sind.“ Das Projekt soll auch Spaß machen. “Es ist großartig, Kinder für die Wissenschaft zu begeistern und ihnen einige Einblicke in die verrückte Welt zu geben, die jenseits ihrer Vorstellungskraft liegt“, sagt der deutsche PhD-Student Sebastian Dunst. Das kann der erste Baustein sein, etwas zu ändern. „Wenn wir Dinge ändern wollen, müssen wir aus unseren Kokoons herauskommen, um die die Gemeinschaft zu erreichen!“ denkt Vanessa Carlos.

Die Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering (DIGS-BB) der TU Dresden im Verbund mit der International Max Planck Research School for Molecular Cell Biology and Bioengineering (IMPRS-MCBB) formen das Dresden International PhD Program (DIPP), das größte Doktorandenprogramm in Deutschland, das hoch motivierte Nachwuchswissenschaftler aus über 30 Ländern vereint.
Folgende Institutionen beteiligen sich an dem Dresden International PhD Program (DIPP): DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden - Exzellenzcluster (CRTD), Biotechnologisches Zentrum der TU Dresden, Fachrichtung Biologie der TU Dresden, Medizinisch Theoretisches Zentrum (MTZ), Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS), Max- Bergmann-Zentrum für Biomaterialien (MBC), Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF), Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF), B CUBE - Center for Molecular Bioengineering TU Dresden. Pressemitteilung