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TU Dresden

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© Jörg Simanowski
© Thomas Albrecht

Grundlagenforschung

Unsere Grundlagenforschung konzentriert sich auf die Erklärung der Wirkmechanismen, die der Entstehung von Geweben aus embryonalen Zellen in einer Vielzahl von Systemen zugrunde liegen. Dazu gehören das zentrale Nervensystem und die Netzhaut, das hämato-poetische System, die Bauchspeicheldrüse und Knochen. CRTD-Forscher untersuchen genetisch abhängige Entscheidungen und wichtige regulatorische Moleküle, die die Selbsterneuerung und -differenzierung, die Gewebehomöostase und -reparatur sowie die anormalen Signalwege bei Krankheiten steuern.

Forschungsinstrumente

Um die Herausforderungen der Grundlagenforschung auf innovative Weise anzugehen, entwickeln unsere Forschungsgruppen modernste Werkzeuge. Dazu gehören induzierte, von pluripotenten Stammzellen (iPSC) abgeleitete zelluläre Modelle sowohl von gesundem als auch von krankem menschlichem Gewebe, die zur Identifizierung von Schlüsselprozessen und potenziellen Zielproteinen sowie zum Wirkstoffscreening verwendet werden.

Darüber hinaus setzen wir eine Reihe einzigartiger Tiermodelle ein, von genetisch maßgeschneiderten Zebrafischlinien bis hin zu humanisierten Mausmodellen. Spezielle Technologieplattformen unterstützen unsere Forschungsgruppen mit High-End-Einrichtungen für Mikroskopie, Deep Sequencing, Single-Cell-Transkriptomik, Tierverhalten, etc.

Translationale Forschung

Ziel der translationalen Forschung ist es, die Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung zu übertragen. Insbesondere konzentriert sich CRTD auf die Entwicklung zellbasierter Therapien, chemischer und peptidbasierter regenerativer Medikamente und Diagnostika. Der Weg vom Labor zum Krankenbett ist technisch schwierig, da viele Phasen der technologischen Entwicklung durchlaufen werden, weshalb ein multidisziplinärer Ansatz unerlässlich ist, an dem viele CRTD-Mitgliedsgruppen beteiligt sind, die jeweils ihr spezifisches Fachwissen in Projekte einbringen. Die Expertise auf dem Johannstadt-Campus umfasst die Modellierung von frühen Stadien in vitro und in vivo, die Skalierung und Produktion von GMP-Zellen sowie die Gestaltung und Durchführung klinischer Studien.

Wir entwickeln zellbasierte Therapien für Diabetes und Retinopathie sowie wirkstoffbasierte regenerative Medikamente gegen Parkinson und amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch bekannt als Lou-Gehrig-Krankheit, und Typ-1-Diabetes.

Aktivitäten bei klinischen Studien

Zu den laufenden klinischen Aktivitäten gehören die Verwendung von mesenchymalen Stromalzellen des Nabelschnurblutes zur Unterdrückung der Immunantwort von Gewebetransplantaten auf den Wirt bei Graft-versus-Host-Erkrankung (Prof. Dr. med. Martin Bornhäuser) und die Transplantation von verkapselten Pankreasinseln (PD Dr. med. Barbara Ludwig) bei Typ-I-Diabetikern. Die Gruppe von Prof. Ezio Bonifacio hat bahnbrechende Forschungsarbeiten zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes durchgeführt und führt nun eine klinische Studie durch, die darauf abzielt, eine Früherkennung von Typ-1-Diabetes bei Kindern mit erhöhtem genetischem Risiko zu ermöglichen (Freder1k-Studie).