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TU Dresden

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden Sie eine Liste von Antworten auf häufig gestellte Fragen zum CRTD, wer wir sind und was wir tun.

Im Rahmen der regenerativen Medizin entwickeln Wissenschaftler und Ärzte Zellen oder neue Gewebe und transplantieren diese anschließend in den Körper des Patienten, um dort die Funktionen von spezifischen Organen oder Geweben zu verbessern (z.B. Haut für Verbrennungsopfer). Manchmal werden die Zellen vor der Transplantation auf Biomaterialien angezüchtet (z.B. mesenchymale Stammzellen auf Material für Knochenersatz). Ein anderer Ansatz der regenerativen Medizin ist es, die endogene Selbstheilung in Patienten anzuregen. Klinische und vorklinische Studien haben bereits gezeigt, dass regenerative Therapien großes Potential bei der Behandlung von (größeren) Knochendefekten, Parkinson, Herzschäden, Diabetes und vielen anderen Krankheiten haben. In einigen medizinischen Bereichen (z.B. Knochenmarkstransplantation) wird die regenerative Therapie schon seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Dank der Knochenmarkstransplantation werden jedes Jahr tausende Leben gerettet.

Dresden hat ein Inselzell-Transplantationsprogramm für die Behandlung von Diabetes etabliert. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/mk3/klinische-abteilungen/inseltransplantation
Für weitere Informationen bezüglich anderer klinischer Aktivitäten kontaktieren Sie bitte Frau Dr. Andrea Meinhardt (andrea.meinhardt[at]crt-dresden.de), wissenschaftliche Koordinatorin des CRTD.

Stammzellen sind normale Zellen, die noch nicht spezialisiert sind und sich ständig in weitere Stammzellen  teilen. Bestimmte Verfahren können Stammzellen dazu induzieren, sich in spezialisierte Zelltypen (z.B. Knochen-, Muskel-, Nerven-, Blutzellen und andere Zelltypen) zu differenzieren. Diese Zellen können nicht funktionelle Zellen in Patienten ersetzen oder die Funktion bestimmter Organe verbessern.

Es wird zwischen unterschiedlichen Stammzellarten unterschieden. Adulte Stammzellen findet man in erwachsenen Organen, wie der Haut, dem Knochenmark und dem Gehirn. Embryonale Stammzellen dagegen sind in einem sehr frühen Entwicklungsstadium zu finden. Eine weitere Stammzellart bilden die induzierten pluripotenten Stammzellen. Diese werden im Labor aus bereits differenzierten Zellen hergestellt.
Die verschiedenen Stammzellarten haben unterschiedliches Potential sich in andere Zelltypen zu entwickeln und werden deswegen jeweils für ganz bestimmte Zwecke eingesetzt.
Adulte Stammzellen befinden sich in bereits differenzierten Geweben und Organen im gesamten Körper. In vielen Organen spielen sie eine wichtige Rolle bei der Reparation und Erhaltung von Geweben. Adulte Stammzellen können aus Gewebeproben isoliert, im Labor vermehrt und eventuell in spezifische Zelltypen differenziert werden.
Embryonale Stammzellen werden aus der inneren Zellmasse, der Blastozyste, gewonnen. Die Blastozyste wird gebildet, wenn sich die befruchtete Eizelle teilt und eine Hohlkugel aus ca. 150 Zellen formt. Dieser „Zellball“ besteht aus zwei Zellarten: den Trophoblast und der inneren Zellmasse. Die innere Zellmasse enthält embryonale Stammzellen, welche isoliert und kultiviert werden können.
Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS Zellen) können aus unterschiedlichen differenzierten Körperzellen (z.B. Haut, Fett, Muskel etc.) gewonnen werden. Die Zellen werden durch Kultivierung und Manipulation im Labor in embryonenähnliche Stammzellen transformiert.

Stammzellen sind eine Quelle für erneuerbare Zellen, um eine Bandbreite von Krankheiten und Behinderungen, wie Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Blutkrankheiten, größeren Knochendefekten und vielen anderen Zuständen, zu behandeln. Des Weiteren bilden Stammzellen auch die Basis für die Generation von spezifischen Zelltypen im Labor. Diese Zellen können dann beispielsweise dafür genutzt werden, um neuartige Präparate auf ihre Effizienz und Sicherheit zu testen.  Auf diese Art und Weise stehen Stammzellen auch als Werkzeug für die Entwicklung neuer Medikamente zur Verfügung. Darüber hinaus können diese Zellen dazu benutzt werden, um den Ursprung von bestimmten humangenetischen Erkrankungen zu benennen.

Viele Stammzelltherapien sind noch nicht voll ausgereift. Das bedeutet, dass sie einigen Patienten helfen aber nicht als generelle Therapie angeboten werden können. Ungeeignete Stammzell-Therapien können ernsthafte Konsequenzen haben. Deshalb sollten Patienten nur nach sorgfältiger Untersuchung durch Fachärzte mit Approbation behandelt werden. Bitte sehen Sie die Versprechen, die Sie auf verschiedenen Webseiten finden, mit einem kritischen Auge. Zweifelhafte Angebote von privaten Kliniken werden selbst in Industrieländern wie Deutschland angeboten. Vertrauen Sie nur Zentren, die von Personen mit einem akademischen Hintergrund in dem entsprechenden Feld geleitet werden. Mehr Informationen und das Patienten-Handbuch für Stammzelltherapien finden Sie auf der Webseite der „International Society for Stem Cell Research“: www.isscr.org/public/

Die am CRTD arbeitenden Wissenschaftler, Ethiker und Lehrenden, sind auf die Großzügigkeit von Menschen wie Sie angewiesen. Durch die Unterstützung von Privatpersonen, Familien, Stiftungen und Unternehmen, die mit uns den Glauben in das Potential von Stammzellen und Regenerationsforschung teilen, rückt die CRTD seinem Ziel: der Heilung von Krankheiten die auf Schäden in Zellen oder Organen beruhen, näher. Weitere Informationen zur Möglichkeit das CRTD zu unterstützen finden Sie hier.

Das CRTD wird als eines von insgesamt sechs DFG-Forschungszentren in Deutschland durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Zum anderen erhält das CRTD als Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes weitere Unterstützung. Darüber hinaus werben Wissenschaftler des CRTD Drittmittel für Ihre Forschung ein.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist als die zentrale Förderorganisation für die Förderung von Forschung in Deutschland zuständig. Ihre Kernaufgabe besteht darin, Forschungsprojekte an Universitäten und Forschungsinstituten finanziell zu unterstützen. Die Auswahl der besten Projekte geschieht in einem fairen und transparenten Wettbewerb. www.dfg.de.

Die Pressestelle des CRTD publiziert regelmäßig Pressemitteilungen und aktuelle Meldungen über aktuelle wissenschaftliche Entdeckungen und Entwicklungen am CRTD. Berichte über das Forschungszentrum können Sie in Zeitungen, im Radio und Fernsehen finden. Für die Öffentlichkeit gibt es während des gesamten Jahres zahlreiche Möglichkeiten mit den Wissenschaftlern des CRTD in Kontakt zu treten, um so mehr über die Forschung im Bereich regenerativer Medizin zu erfahren.
In der “Langen Nacht der Wissenschaften” gibt es verschiedene Stationen, an denen der Öffentlichkeit interaktiv die regenerative Forschung näher gebracht wird. Weiterhin bekommen verschiedene Zielgruppen bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel in der Seniorenakademie, beim Juniordoktor oder in der Sommeruniversität die Chance, hinter die Institutstüren zu blicken. Alle öffentlichen Veranstaltungen werden im Vorfeld auf der CRTD Webseite angekündigt. Weitere Informationen dazu, finden Sie hier.